Die Theatergruppe sag.a gibt es nun schon seit dem Schuljahr 1999/2000, als sie mit „Die Liebenden in der Untergrundbahn“ von Jean Tardieu ihre Premiere gab. Nach diesem Ausflug ins Absurde Theater folgte in Arthur Millers „Hexenjagd“ ein ernsteres Thema. In diesem Jahr widmete sich die Truppe wieder dem Feld der Komödie und spielte unter dem Titel „Doppelter Einakter“ die Stücke „Über den Wall“ von James Saunders und Thornton Wilders „Die Königinnen von Frankreich.“ Das Publikum war nicht nur begeistert von den Dramen, sondern besonders vom schauspielerischen Können und von der Wandlungsfähigkeit der Darsteller.
Die Theater AG richtet sich grundsätzlich an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10. Teilnehmen kann, wer gern Theater spielt oder schon immer mal Theater spielen wollte, sich aber noch nicht getraut hat oder noch keine Gelegenheit dazu hatte. Besonders Jungen sollten sich einen Ruck geben und es mal mit dem Theaterspielen probieren, denn die Mädchen sind dort bei weitem in der Überzahl. Zu Beginn des Schuljahres wird meist mit Organisatorischem und dann mit Grundlagenübungen gestartet. Dann geht es aber schnell ans Stück, ans rollenverteilte Lesen und schließlich die Rollenverteilung. Und dann wird, möglichst immer nach Aufwärmübungen, geprobt. Im Laufe des Schuljahres gibt es ein Probenwochenende, an dem intensiv am Theaterstück gearbeitet wird und wo die Gruppe die Gelegenheit hat, sich besser kennen zu lernen. Dann geht es mit großen Schritten in Richtung Aufführung. In den letzten zwei Wochen vor der Premiere wird fast jeden Nachmittag geprobt, damit bei der Generalprobe alles passt. Nun ja, fast alles, denn so richtig gut soll es ja erst vor Publikum werden.
Die Aufführungen von sag.a finden regelmäßig im Kulturhaus Schwanen statt, mit dem die Gruppe eine hervorragend funktionierende Kooperation hat. Normalerweise wird auch immer direkt im Schwanen geprobt, nur mussten wir in diesem Jahr aufgrund der dortigen Umverteilung (Die Bühne steht in der Kulturbar „Luna“) meist auf Schulräume ausweichen. Im kommenden Schuljahr wird die Gruppe, voraussichtlich ab November, im neu gebauten Schwanen-Theatersaal in einem richtig professionellen Umfeld proben können.
Wir, die Gruppe, freuen uns auf alle, die es einmal mit dem Theater versuchen möchten. Die Schauspieler/innen müssen einiges dafür mitbringen: Mut, Zuverlässigkeit, Engagement und den ständigen Willen, an sich zu arbeiten. Sie bekommen aber noch viel mehr zurück: Nämlich die Gewissheit, vor einer Menge von Leuten aufgetreten zu sein, sich bewegt und gesprochen zu haben, die Anerkennung des Publikums und vor allem die ständige Freude am Theaterspielen, an die man sich noch Jahre danach erinnert und die man oft nie mehr missen möchte. Pia Kleiber hat Recht: Theater ist eine Droge, aber in diesem Fall ausnahmsweise eine empfehlenswerte.
Christopher Mischke
2010 Die Liebenden in der Untergrundbahn
Von folgenden Aufführungen gibt es Bilder:
2008 Loriot
2006: Romeo und Julia